Sonntag, 6. Januar 2013

Birnen-Carpaccio mit Schafskäse und Szechuan-Pfeffer oder wer braucht eigentlich gute Vorsätze?

Kein Januar ohne massenhaft Neujahrsvorsätze, ganz nach dem Motto: In diesem Jahr wird alles besser! Man nimmt sich plötzlich so verrückte Sachen vor wie "Morgen stehe ich ganz früh auf. Dann esse ich ein zuckerfreies, ballaststoffreiches Müsli und trinke einen Tasse Mate-Tee bevor ich mich auf dem Weg in Fitnessstudio mache..." Und das ist nur der Anfang einer langen Liste von Dingen, die man maximal 10 Tage durchhalten kann, ohne den Verstand zu verlieren.

Verständlich, dass man nach der Weihnachtsschlemmerei (ab wie vielen Plätzchen ist man eigentlich Diabetes-gefährdet??) und der Silvesterfeierei (NIE.WIEDER.ALKOHOL.) ein schlechtes Gewissen hat und plötzlich mal wieder was Gutes für seinen Körper tun will. Aber dafür braucht man keinen Jahreswechsel. Meinem inneren Schweinehund muss ich nämlich spätestens alle 8 Wochen sagen, dass ich mehr Sport machen sollte. Und das schlimmste Laster von allen hab ich mir letztes Jahr am 12. August abgewöhnt - heute kann ich kaum glauben, dass ich tatsächlich so lange geraucht habe...

Also, ruhig auch mal unterm Jahr was wagen und sich dafür im Januar nicht allzu viel vornehmen. Dann klappt's vielleicht auch mit den guten Vorsätzen :-)

Einen Vorsatz habe ich für dieses Jahr trotzdem gefasst: nichts mehr aus Massentierhaltung kaufen. Eigentlich ist das kein Vorsatz, sondern sollte selbstverständlich sein. Aber ich war eben manchmal - wenn's schnell gehen oder günstig sein musste - etwas nachlässig. Das soll sich in diesem Jahr ändern. Da ich nicht Krösus bin, bedeutet das weniger Fleisch auf dem Tisch. Und deshalb gibt's heute ein Birnen-Carpaccio mit Bio-Schafskäse. Inspiriert hat mich Julia von Chestnut and Sage mit ihrem Orangen-Carpaccio - meine Birnen-Version war zwar unglaublich lecker, aber ich muss zugeben, die Orangen machen farblich doch wesentlich mehr her.




Zutaten für eine Portion:

2 Birnen, dünn aufgeschnitten
etwa 50 g Bio-Schafskäse
eine kleine Chilischote, in Ringe geschnitten
Szechuan-Pfeffer, zerstoßen*
mildes Olivenöl
Honig
Walnüsse, grob gehackt
Fleur de Sel**

*Kennt ihr Szechuan-Pfeffer?
Der schmeckt leicht scharf, ein wenig zitronig und hinterlässt ein Kribbeln und ein leichtes Taubheitsgefühl auf der Zunge. Würzen mit Effekt :-)
**Muss es eigentlich immer dieses Fleur de Sel sein?
Fleur de Sel nennt man die Salzblume, die nur an heißen, windstillen Tagen entsteht und von Hand in den Salzbecken abgeschöft werden muss - deshalb ist das Zeug ganz schön teuer. Für alle gesüßten Gerichte (hier der Honig oder alle Schoko-Salz-Rezepte) würde ich das feine Salz trotzdem empfehlen, weil es auf der Zunge zergeht, ohne aufdringlich salzig zu schmecken. Ein Brocken grobes Meersalz könnte einen Schokokuchen ungenießbar machen, ein bisschen Fleur de Sel gibt den letzten Kick.

Zubereitung:

Die dünn aufgeschnittenen Birnen mit zerbröseltem Schafskäse bestreuen. Chili, Szechuan-Pfeffer und Walnüsse dazugeben. Das ganze mit etwas Olivenöl, Honig und Fleur de Sel verfeinern. Das war's schon.

Kommentare:

  1. Oh, wie köstlich!
    Damit hast du genau meinen Geschmack getroffen. :)

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  2. Ganz ehrlich finde ich die Birnenvariante hübscher als die Orangen, sie sehen mir zu puristisch und nach "ich hab leider immer noch Hunger" aus.
    Lecker....

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