Montag, 3. Dezember 2012

Zurück aus den Flitterwochen

Aruba, Jamaica, ohh, I wanna take ya to Bermuda, Bahama, come on pretty mama... Die Beach Boys wussten schon 1988, dass ein Trip in die Karibik eigentlich immer eine gute Idee ist. Dachten wir uns auch. Und sind deshalb einmal um die halbe Welt geflogen, um auf Jamaika ein wenig zu flittern. Während hier also der Winter Einzug erhalten hat, habe ich die letzten Wochen am Strand von Montego Bay gelegen, Cocktails gesüffelt und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Hach, ich sag euch, daran könnte ich mich gewöhnen...


Absurd kristallklares, türkisblaues Wasser mit karibisch-bunter Unterwasserwelt und feinster weißer Sand sind ebenso typisch für Jamaika wie immergrüner Regenwald und rauschende Wasserfälle.


Natürlich habe ich auch die Landesküche ausgiebig getestet und euch ein paar Eindrücke mitgebracht. Eine echte jamaikanische Spezialität ist das sogenannte Jerk Food. Zubereitet wird die Leckerei in ausgedienten Ölfässern, die man überall in Jamaikas Straßen findet und die den ganzen Tag rauchen und dampfen. Darin befindet sich das scharf marinierte Schweine- oder Hähnchenfleisch, gewürzt mit Pfeffer, Zimt, Muskat und "Jamaika-Pfeffer" (wir kennen es als Piment). Zusammen mit verschiedenen Kräutern brutzelt, gart und räuchert das Fleisch über Süßholz und bekommt so seinen unverwechselbaren Geschmack.

Überhaupt ist die jamaikanische Küche recht fleischhaltig. Als Spezialitäten gelten auch Ziege oder Ochsenschwanz. Es ist durchaus üblich, quasi "das halbe Tier" in den Topf zu werfen. Das hat nichts mit der Fleischqualität zu tun, sondern entspricht eben der jamaikanischen Zubereitungsart. Die etwas Pingeligen unter uns müssten sich gegebenenfalls duch ein paar Haut- und Knochenschichten kämpfen, um an das feine Fleisch zu kommen. Die Mühe lohnt sich aber...


Auch wenn ich sehr experimentierfreudig bin, fand ich das typische jamaikanische Frühstück eher gewöhnungsbedürftig. Die Jamaikaner beginnen ihren Tag gerne mit einer Portion "ackee and saltfish" - eine Art Eintopf aus gekochten Ackeefrüchten und sehr salzigem Stockfisch.

Ich habe mich dann doch lieber an die süßen kleinen Kuchen gehalten und aus Recherche-Zwecken alle Sorten probiert. Zwar muss ich mir jetzt wohl neue Hosen kaufen (eine Nummer größer!), aber ich habe gute Anregungen mit nach Hause genommen. Die beliebteste Süßspeise auf Jamaika ist - wie könnte es auch anders sein - der Rumkuchen, den ich übrigens noch nie so lecker gegessen habe. Aber auch der Schokoladenkuchen mit Tequila hat mich durchaus überzeugt.

Da wir schon von Kuchen sprechen, nehmen wir gleich den Kaffee dazu: der jamaikanische Blue Mountain Kaffee gilt als der teuerste Kaffee der Welt. Wer ein Pfund nach Deutschland bestellt, muss an die 50 Euro berappen. Ich habe mir ein Päckchen mitgenommen - bin gespannt, ob er hält, was er verspricht...

Wer nicht den ganzen Tag exklusiven Kaffee oder jamaikanischen Rum genießen möchte, gönnt sich einfach eine leckere Kokosnuss oder das hiesige Bier Red Stripe, das von einem deutschen Bierbrauer nach Jamaika gebracht wurde und ausgesprochen lecker schmeckt.

Zum Abschluss meines kleinen Flitterwochenberichts kann ich euch ein paar schrecklich kitschige Sonnenuntergangsfotos natürlich nicht ersparen...

Ich werde jetzt versuchen, den Temperaturschock zu überwindern und vielleicht etwas Weihnachtliches backen, um wieder anzukommen :-)

Danke euch für die vielen lieben Kommentare während meiner Abwesenheit!




Kommentare:

  1. traumhaft schöne Fotos, sieht nach einem echten Traumurlaub aus... dass du da nen ordentlichen Temperaturschock erlitten hast, kann ich mir auch sehr gut vorstellen :(

    Willkommen zurück im kalten Deutschland!

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  2. Welcome back ! Das sieht ja traumhaft aus ! Dann viel Spaß beim "einstimmen" bei dem Mistwetter :)
    LG Rebecca

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  3. Sauerei! ;) sieht nach dem perfekten Urlaub aus! Schön, dass du wieder da bist und viel Spaß beim wieder eingewöhnen!
    LG,
    Em

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  4. Hui, da packt mich glatt der Neid :o) Willkommen zurueck! Danke fuer die tollen Bilder und den spannenden Bericht. Lecker Fisch- und Obsteintopf als Fruehstueck waere mir auch etwas zu schraeg *lach*

    liebe Gruesse,
    Persis

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